Die EVP Thun

Geschichtliches aus der Ortspartei Thun

Gegründet zwischen den politischen Blöcken der Freisinnigen und der Sozialdemokraten wollte die EVP von Beginn weg Brücken bauen. Ende 1920 wird Johann Lanz, Jahrgang 1867, Briefträger, als erster EVP-Stadtrat gewählt, dank seines Berufes (von Tür zu Tür) wohl ein bekannter Mann. In den verflossenen 80 Jahren war die EVP ohne Unterbruch im Stadtrat vertreten.19 Stadträte und eine Stadträtin, unsere amtierende Ruth Lengacher, lassen gestützt auf ihre Berufe, eher auf eine bürgerliche Partei mit sozialem Einsatz schliessen, es waren: 7 selbstständig Erwerbende, 7 Beamte und Lehrer, 5 Angestellte und 1 Hausfrau/Katechetin.

 

Die EVP musste ihre Position in der “Thuner-Polit-Landschaft“, besonders bei den Gemeindewahlen, immer wieder neu suchen:

  • 1921-1927 wurde die Unabhängigkeit, der Alleingang geübt.
  • 1930-1942 bestanden jeweils Listenverbindungen mit FDP und BGB
  • 1946 Gemeindewahlen ohne Listenverbindungen. Thun wird „Rot“ die SP regiert
  • 1950 Bürgerliche Einheitsliste: FDP-BGB-LDU-Lib.Soz und EVP
  • 1954 Gemeinsame Liste FDP / BGB verbunden mit EVP
  • 1958 Listenverbindungen FDP-BGB-EVP-CSP
  • 1962 EVP im Alleingang, Resultat: Sitzverlust von 2 auf 1
  • 1964-1974 Bürgerblock FDP-SVP-EVP-CVP zugleich mit gemeinsamer Fraktion.
  • 1978+1982 Freie Fraktion EVP-CVP-LdU
  • 1986-1998 Fraktion der Mitte EVP-CVP ab 1990 ohne Listenverbindung, weil Berner-Proporz
  • 2002 Nationalratsproporz wieder eingeführt.

Der Wähleranteil der EVP schwankte bis 1970 zwischen 2,5 % (1924) und 6,1 % (1966). Mit der Einführung des Frauenstimmrechtes (1970) erreichen wir 8,3 % (1974) und als bestes Resultat aller Zeiten vier Sitze im Stadtrat (Feller Hans, Bieri Walter, Dällenbach Peter, Lörtscher Adrian). Ab 1982 (neu mit EDU) sank der Wähleranteil von 5,9 % (1982) auf 4,5 % (1998) , dieser Anteil reichte noch für zwei Stadtratssitze.

 

Unsere aktuelle Parteibasis besteht aus rund 150 Mitgliedern und Freunden, dazu kommen 400 WählerInnen, die sich an unseren Abstimmungsparolen orientieren.