Motion zur Revision des Baureglements

Jonas Baumann-Fuchs reichte gemeinsam mit der Fraktion EVP & CVP (im 2010) folgende Motion ein:

 

Der Gemeinderat wird beauftragt, das Baureglement im Sinne von verdichtetem (städtischem) Wohnen und Förderung der Ökologie zu überarbeiten und dem Stadtrat vorzulegen.



Es gehört zu den Aufgaben einer Stadt, mit den vorhandenen Ressourcen hier sind Bauten und Land gemeint, sorgfältig und nachhaltig zu haushalten. Städtisches Bauen bedeutet darum heute auch verdichtetes Bauen und damit die optimale Ausnutzung von Bruttogeschossfläche. Nicht genutzte Flächen in Alt- oder Neubauten bringen niemandem etwas. Das Baureglement soll zudem ökologisches und energiefreundliches Bauen wo sinnvoll fördern und auch etwas begünstigen.

 

Mögliche grob skizzierte, beispielhafte Ansätze:

Die Erhöhung der Ausnutzungsziffer (AZ) im W2 auf 0.65, im W3 auf 0.75; 10% Zuschlag bei Bauten in Minergiestandard, 15% bei Minergie-P; Aussenmauern bei Ausnutzung nicht dazurechnen, damit gute Isolation nicht zur Strafe wird, usw.

 

Erfolgreiche Modelle anderer Städte (z. B. Steffisburg) sollen aufgegriffen und ins neue, moderne Baureglement der Stadt Thun Eingang finden. Die Abschaffung der Ausnutzungsziffer als eine extreme Lösung scheint sich offenbar nicht bewährt zu haben (Versuche im Kanton St. Gallen), die Überprüfung solcher Aussagen und die Faktensammlung soll Thun die „optimale“ Lösung mit der in der Motion vorgegebenen Stossrichtung bringen.

 

Jonas Baumann-Fuchs